Kunst im Pariser Louvre

Der Klassiker schlechthin, wenn es um Kunst geht, ist der Louvre in Paris. Die vielfältigen Ausstellungsbereiche locken jedes Jahr mehr Besucher an als jedes andere Museum der Welt. Um die 5 Millionen Touristen bestaunen hier jährlich Kunst aus Europa wie auch von anderen Kontinenten. Die Sammlung ist in der Tat überwältigend. Ein ganzer Tag reicht nicht aus, um alle Ausstellungsstücke zu sehen.

Geschichte des Louvre

Die ersten Ausstellungsstücke sind wohl auf den Herzog Jean de Berry zurückzuführen. Bereits im 14. Jahrhundert vereinte er einige bedeutende Gemälde und Buchmalereien in seinem Privatbesitz. Doch erst im Jahre 1660 zog die inzwischen beträchtlich gewachsene Sammlung bedeutender Kunstwerke an ihren heutigen Ausstellungsort, den Louvre im Zentrum von Paris um.

In Folge der Französischen Revolution wurde das Museum am 10.8.1793 für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damals stand es unter dem Namen “Zentrales Kunstmuseum der Republik”.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen zahlreiche internationale Kunstwerke hinzu. So gab es bald eine ägyptische und auch ein assyrische Abteilung. 1870 wurde das bedeutende Kunstmuseum endgültig verstaatlicht.

Der “Grand-Louvre” wie er heute existiert, wurde erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts eingerichtet. Zu dieser Zeit wurde auch die bekannte Glaspyramide, Wahrzeichen und Eingangsbereich des Louvre, errichtet.

Ausstellungsstücke

Die Sammlung des Kunstmuseums umfasst insgesamt in etwa 380.000 Werke. Weniger als ein Zehntel davon finden auf den 60.000 qm der Ausstellungsfläche Platz. Die Räume verteilen sich über jeweils mehrere Stockwerke in einem Nord-, Ost- und Südflügel.

Von Skulpturen über Malereien bis hin zu Grafiken und Kunsthandwerk kann im Louvre alles, was Kunst ist, bestaunt werden. Drei der berühmtesten Ausstellungsstücke sind wohl die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, die Venus von Milo und die Krypta der Sphinx.

Neben Kunstwerken aus allen Epochen der europäischen Geschichte gibt es im Louvre eine orientalische Sammlung, eine recht neue Ausstellung zur Kunst in der islamischen Welt sowie eine eigene Abteilung für Werke aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika.