Blog

Kunst mit Keramik

Die moderne Kunst zeichnet sich vor allem durch ihre Schnelllebigkeit aus. Ein Trend jagt hier den nächsten und man kann kaum mehr unterscheiden zwischen den neuesten Hypes und Moden, die sich fast schon täglich herausbilden. Einer der neuesten Trends ist dabei zugleich einer der verstörendsten. So hat die moderne Kunst die Keramik als Werkstoff für sich entdeckt. Was dabei herauskommen kann, wenn ein Jahrtausende alter Stoff neu entdeckt und interpretiert wird, zegit nun eine Ausstellung, die aus einer Kooperation der beiden Städte Hamburg und Bremen hervorgegangen ist.

Keramik ist dabei traditionell ein häufig genutztes Material, das über die Jahrhunderte hinweg wahlweise als Amphore im alten Rom oder als Meißener Porzellanteller im Sonntagsservice der Oma diente. Es ist daher schon überraschend, dass eine junge Generation von Künstlern den Stoff nun wieder für sich entdeckt hat. Noch überraschender ist dagegen die Tatsache, dass dabei eine ganz neue Form der Kunst hervorgegangen ist. So haben es die jungen Künstler tatsächlich geschafft, dem alten Material, das so auf einen Gebrauch im Alltag festgelegt zu sein schien, neue Apekte und Interpretationen abzugewinnen.

Unter dem Namen Further Thoughts on Earthy Materials konnten diese Kunstwerke nun erstmals von einem breiten Publikum betrachtet werden. Die Ausstellung ging dabei aus einer Kooperation der beiden Museen aus Bremen und Hamburg hervor. So hatten sich Katja Schroeder, die aktuelle Direktorin des Kunsthauses Hamburg, und Janneke de Vries, die Direktorin der Bremer Gesellschaft für Aktuelle Kunst, zusammengesetzt und die Ausstellung entworfen. Sie konnten 30 Künstler, mit denen sie bereits zuvor öfters zusammengearbeitet hatten, dafür gewinnen, mit der Keramik zu arbeiten und neue Kunst zu erschaffen.

Die Ausstallung liefert damit etwas, was nur wenige andere Ausstellungen vermögen. Sie knüpft zugleich an die Tradition an und geht einen Schritt weiter in die Zukunft. Jeder Freund der modernene Kunst sollte sie sich daher ansehen und sich verzaubern lassen.

 

0 Comments

You can be the first one to leave a comment.

Leave a Comment

 

— required *

— required *